Die Geschichte von Toje

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Toje
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Die Geschichte von Toje

Beitrag von Toje » 8. Apr 2008, 20:44

Zuersteinmal, werte Freunde, dies ist die Geschichte von Toje... Sie wird ständig weitergeschrieben, denn schließlich passieren Toje ja immer neue Dinge... Es lohnt sich also hier ab und zu einmal hereinzuschauen... Und nun wollen wir nicht länger um den heißen Brei herumreden, fangen wir an.




Ein Brief aus dem Nichts

Der Magus Hato ging durch die dunklen Flure der dunklen Festung. Natürlich ist er einer der dunklen Magier, denn schon kurze Zeit nachdem sich diese Splittergruppe gebildet hatte, kristallisierte sich dieser Name heraus, für die Magiebegabten der Menschen wurde fortan der Begriff Zauberer verwendet. Hato war wütend. Und das verhieß nichts Gutes. Wenn ein ordinärer Magier wütend ist, bekommt seine direkte Umgebung dies zu spüren, in Form von ungebändigter Magie. Nur wenigen ist die Gabe beschieden diese Auswirkungen zu unterbinden oder gar zu annulieren. Doch wenn ein ranghoher und begabter Magier wütend wird ist mit dem Schlimmsten zu rechnen. Nicht in Form von ungebändigter Magie, nein, diese wird von ihm erstklassig beherrscht. Nein, in Form von kontrollierter Magie, welche viel verheerender Wirkungen haben kann. Hato war auf dem Weg in seine Gemächer. Diese erreichte er sehr viel schneller als sonst, was er allerdings nicht bemerkte, da er seinen Gedanken nachhing. Spinnen, Wesen welche für dunkle Magie sehr empfänglich sind und deshalb in der dunklen Festung mutieren und von der Magie regelrecht aufgebläht werden, hausen zahlreich in den düsteren Fluren dieser riesigen Zitadelle. Doch die mutierten Spinnen bleiben nur in den seltensten Fällen an dem Ort an dem sie verändert worden. Sie sind in allen Teilen der Welt zu finden, wie eine Studie eines dunklen Magiers zeigt, der überall in der Welt herumreiste und riesige Spinnen nicht nur in Delos und dem Tal der Ruinen fand. Rein zufällig war dieser MAghie Hato, allerdings bekleidete dieser damals noch nicht so einen hohen Rang. Eine Spinne also bemerkte eine äußerst düstere Aura um Hato, als dieser seine Tür von den Bannzaubern befreite, die er beim Verlassen des Zimmers darauf sprach. Kurz nachdem sich der Magus mit einer Schrittgeschwindigkeit eines wütenden Bisons genähert hatte. Als Hato schließich sein Zimmer betrat bemerkte er, dass sein Zimmer vollständig aufgeräumt und ordentlich war, von jedem Schmutz befreit. Dies war normalerweise nicht der Fall, denn Hato war weder ordentlich noch besonders fleißig, und in seine Gemächer ließ er niemanden, auch keine Putzfrau. "Ein Einbrecher" Schoss es ihm durch den Kopf. "Jemand hat mich überlistet. Ich bin tot." Er schloss mit dem Leben ab. In der dunklen Feste war es üblich die Position zu "bereinigen" welche man begehrte. Doch kein Feuerball traf ihn an der Brust, niemand näherte sich ihm um über ihn zu triumphieren. Er nahm in der näheren Umgebung keine Magie wahr, zumindest keine ihm vertraute. "Warum sollte ein Mörder auch mein Zimmer aufräumen" schalt er sich. Dann, auf den zweiten Blick bemerkte er noch etwas. Genau in der Mitte seines aufgeräumten Schreibitsches befand sich ein Brief, akkurat nach der Tischkante ausgerichtet. Er schloss die Tür, begab sich zu seinem Schreibtisch und starrte den Brief an. Er erkannte sofort von wem dieser war, einfach zu erkennen an dem Siegel. Es zeigte einen Totenkopf mit den Initialen D.M. und war auf schwarzen Wachs eingedrückt worden. "Eindrucksvolle Show, muss ich zugeben". Hato er musste unwillkürlich grinsen. Er öffnete den Brief hastig und las:

Die Operation läuft an. Vorbereitungen wurden getroffen. Näheres braucht Ihr dazu nicht zu wissen. Nun zu Eurer Aufgabe.

Hier unterbrach Hato kurz das Lesen. Er wusste, dass dieser Brief von seinem Meister stammte. Er erkannte es an der unverwechselbaren, sehr kurzen Ausdrucksweise, die ihm dennoch ein Gefühl von Ehre übermittelte. Geduld war noch nie eine Stärke von dem wohl ranghöchsten Magus gewesen. Er kam immer sofort Sache. Er prüfte den Brief nochmal. Falls jemand von dieser heiklen Angelegenheit erfahren hatte und dieser Brief nur eine Fälschung war... Es ging um sehr viel mehr als um Hatos Leben oder Erfolg... Nein, der Brief war echt... Glaubte und hoffte er zumindest...

Ich stelle euch einige hundert Seumgeister. Wir brauchen unbedingt neue Lehrlinge! Mehrere hundert! Bringt den Seurums bei wie sie nach ihnen suchen können und wie sie sie bändigen.

D.M.

Die letzten zwei Bustaben waren in schnörkeliger Handschrift geschrieben. Hato drehte das Papier um und suchte nach mehr Text, fand jedoch keinen. "Das ist ja mal wieder typisch... Von dem wie ich es bewerkstelligen soll ist natürlich keine Rede... Na dann mal an die Arbeit" Nicht nur an diesem Tag arbeitete er bis tief in die NAcht hinein... Und schon zehn Tage später schon erschienen die Serums... Weitere Zeit verstrich und schließlich war es dann soweit...



Die Kindheit von Tomo

In einer kleinen Gemeinschaft von Bauern, südöstlich des Dorfes Konlir und nahe der Grenze zu Nawor, lebte eine kleine Familie. Das ganze ist schon eine Weile her, schätzungsweise 20 Jahre. In der Nähe des großen Flusses, der auch durch diese kleine Ansammlung von Häusern, die sich in der Mitte eines großen, bestellten Gebietes drängen, floss, stand ihr Haus. Es war nicht sonderlich groß und hatte gerade einmal 2 Räume, das wenige Vieh schlief im Gemeinschaftsraum und der Dachboden fungierte als Scheune. Wie man erkennen kann, lebten diese Leute nicht gerade im Überfluss, selbst in ihrer Gemeinschaft galten sie als arm. Sie hatten noch nicht einmal genug Geld um sich bei der Ernte von einem Tagelöhner helfen zu lassen. Doch sie war frohen Mutes, und nicht zuletzt wegen ihres kleinen Sohnes lebten sie in glücklicher Eintracht. Er hieß Tomo und erblickte gerade seinen zweiten Sommer. Er war ein lebenslustiger Knabe, der die Eltern nach einem harten Arbeitstag oft aufmunterte.
Er wuchs und die Jahre strichen ins Land. Tomo war inzwischen acht Jahre alt und half seinen Eltern täglich bei der Arbeit, wenn er auch nur triviale Dinge erledigte. Er hatte nicht wie die meisten anderen aus seinem Dorf Zeit den ganzen Tag spielend zu verbringen. Er stand früh auf, arbeitete bis Sonnenuntergang und ging nach meist einer kurzen Zeit, die er mit seinen Eltern verbrachte, ins Bett. Seine Eltern wollten ihn schon früh an das harte Bauernleben gewöhnen und er empfand es nicht als Last. Er liebte seine Eltern über alles, Freunde hatte er jedoch keine.
Als Tomo den neunten Sommer ins Land gehen sah und sich die Blätter der Bäume schon verfärbten, unterbrach etwas außergewöhnliches das triste Bauernleben. Ein Bote auf einem großen, weißen Pferd kam in die kleine Ansammlung von Gebäuden. Ein solches Pferd hatte Tomo noch nie gesehen. Er kannte Pferde, einige der reicheren Bauern hatten welche, doch dies war kein Arbeitspferd. Er erkannte sofort, dieses Pferd konnte Leute niedertrampeln, und dass es dies auch schon mehr als einmal getan hatte. Er wusste nicht woher, doch er war sich absolut sicher. Der Neuankömmling ließ alle Bewohner des Dorfes versammeln und rief mit lauter, schallender Stimme über den Platz: "Ihr Bewohner dieses Dorfes, welches unter dem Schutze des Bündnisses steht, ihr seid in Gefahr! Die dunklen Horden der Zusammenkunft nähern sich und sie werden Unheil über das Land bringen" Ein Gemurmel ging durch die Menge. "Wieso beschützt ihr uns nicht?" ,rief ein empörter Bauer, "Ich denke wir stehen unter eurem Schutz?" "Schweigt!", rief der Herold. Seltsamerweise tat er dies auch, obwohl er so aussah als bemühte er sich krampfhaft einen Ton herauszubringen. Das war den anderen eine Lehre. "Solltet ihr an eurem Leben hängen, so flieht! Ein Exil kann euch aber nicht gewährt werden" Nun, die reicheren Leute flohen bald darauf mitsamt ihrem Hab und Gut, den ärmeren Familien blieb keine Wahl. Wollten sie nicht verhungern, so mussten sie da bleiben. Einen Mondzyklus später, bei Nacht und Vollmond, fielen dann die Serumgeister über das Dorf her. Sie brachen in jedes Haus ein, schauten jeden der Bewohner eindringlich an, so als suchten sie etwas. Falls sie nicht fanden was sie augenscheinlich suchten, teilten sie mit einem sauberen Schnitt den Kopf vom Rumpf und zündeten das Haus nach getaner Arbeit an. Dies geschah bei allen Häusern bis drei Serumgeister in das Haus von Tomos Eltern kamen. Tomo und seine Eltern starrten die Serumgeister mit Entsetzen an, doch in Tomos Augen mischte sich noch eine Spur von Interesse und Neugier. Einer der Serumgeister befahl Tomos Eltern sich hinzulegen und Tomo zu ihm zu kommen. Seltsamerweise geschah dies alles ohne jegliche Art von Widerspruch oder Gegenwehr. Der Seumgeist drückte dem neunjährigen Tomo eine Klinge in die Hand. "Töte - deine - Eltern - !" Der Serum sprach diesem Worte langsam und bedächtig und betonte jedes von ihnen ganz besonders. Tomo nahm das Serumschwert eintgegen und fuhr mit einem einzigen, sauberen Schnitt durch die Hälse seiner auf dem Bauch liegenden Eltern. Danach brach er zusammen.



Fortsetzung folgt...

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